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Dr. Tod

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1

Sonntag, 25. Dezember 2011, 14:44

Point Whitmark (33) Das Schloss des Blutmalers [decision]

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Point Whitmark (33) Das Schloss des Blutmalers

VÖ: erhältlich


Sprecher:

Erzähler: Jürg Löw
Jay Lawrence: Sven Plate
Tom Cole: Kim Hasper
Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss
Mrs Delwyndyn: Sonja Deutsch
Mr Delwyndyn: Dominik Freiberger
Kendrick Gwaunfarren: Horst Lampe
Maddox Jones: Bert Franzke
Adwen Cadoc: Hannelore Minkus
Yvain Gwladys: C.-D. Clausnitzer
Glasaugen-Opa: Herr Steiner
Dorfoma: Heike Paul


Rezension

Im Zuge einer Reportage über walisische Architektur werden Jay, Tom und Derek von einem Unwetter überrascht und gezwungen, die Nacht auf Glamorgan Castle zu verbringen.

Hat sich der Burgherr wirklich innerhalb des verlassenen Gemäuers begraben lassen? Es heißt, die Gemälde in den düsteren Korridoren wurden mit echtem Blut gemalt. Die Jungen stoßen das Tor zu einem lange vergessenen Geheimnis auf. Als körperlose Schreie durch die einsamen Flure hallen, gibt es für sie kein Entrinnen ...

Ich ziehe mein Fazit gleich ein wenig vor: dies ist für meinen Geschmack die BESTE Folge seit Langem - zuletzt fand ich "Im Sog der Sirenen" wirklich schauerlich, und "Das Schloss des Blutmalers" übertrifft diese Folge bei Weitem, was den Gruselfaktor betrifft.

Schon im Vorspann laufen einem kalte Schauer über den Rücken: eine zu Tode verängstigte Frau und ihr Mann versuchen zu ergründen, woher die unirdischen, nicht menschlichen Schreie kommen, die durch die düsteren Gänge ihres Schlosses hallen. Andeutungen über ein Kind, mit dem "etwas ganz und gar nicht stimme" werden gemacht....und ein Schrei des Grauens beschließt die obligatorische "Zuvor"-Szene - puh!

Im Laufe der Geschichte werden Jay, Tom und Derek getrennt, und jeder gerät für sich in seine ganz eigene, lebensbedrohende Misere, wobei ich den Härtegrad nicht "ohne" fand. Zwielichte Gestalten und kauzige Figuren bevölkern das Hörspiel - so wie man es von PW kennt und liebt. Sogar eine Gasthausszene bietet die Geschichte; als alter Blutfürsten-Fan schätze ich solche ja ganz besonders ;)

Übrigens scheint es ja langsam zur Regel zu werden, dass die Fälle nicht mehr im Städtchen Point Whitmark, sondern außerhalb angesiedelt sind - so auch hier. Einige Kritiker / Fans / Hörer bedauern das und wünschen sich den "Point Whitmark Stadt-Flair" zurück. Ich persönlich habe mit außerhalb spielenden Fällen keine Probleme. Wenn ich da an die Drei ??? denke...einige der besten Classic-Fälle spielen nicht in Rocky Beach und gehören trotzdem zu den beliebtesten Folgen (zB Der Teufelsberg, Die Geisterinsel, Die silberne Spinne, Die bedrohte Ranch u.a.)

Die walisische Atmosphäre ist dank entsprechender Figuren, den typischen, schwer auszusprechenden walisischen Namen und vielen Details über die keltische Kultur auch sehr überzeugend gelungen - man meint gerade, die drei Jungs seien nicht knapp 50 Kilometer von ihrem Heimatstädtchen entfernt, sondern würden gar in Wales vor Ort ermitteln ;)

In einigen Punkten unterscheidet sich diese Folge von den voherigen PW-Folgen, zB. in Sachen Musikuntermalung: kein einziges der altbekannten, modernen Motive ist zu hören. Die komplette Folge wird von einem sinister dräuenden Orchester untermalt, was die ohnehin dichte und gruselige Atmosphäre auf die Spitze treibt - für meine Ohren = Extraklasse!

Eine nicht ganz so erfreuliche Änderung bemerkt man nach dem sehr spannenden Finale: zum ersten Mal gibt es
1. KEINE Vorschau auf die nächste Folge....und
2. - was ich wirklich traurig fand - keinen Hans Paetsch mehr, der diese mit seiner markanten Stimme ankündigt :heul:

Damit dürfte nun auch die Frage geklärt sein, für wie viele Folgen Herr Paetsch noch diese Trailer eingesprochen hatte. Ich wäre sehr dafür, einfach wieder die Outros ab Folge 1 zu verwenden, da diese unverkennbare Stimme am Ende einer jeden PW-Story für mich eine liebgewonnene Tradition innerhalb der Serie darstellt.

Zu den Sprechern und der Produktion gibt es von meiner Seite aus wenig anderes zu sagen als sonst: die 3 PW-Jungs sind ein eingespieltes Team, denen man ihre langjährige Freundschaft sofort abnimmt, alle anderen Darsteller agieren sehr glaubhaft und der Geschichte dienlich - wie immer hier und da leicht over-geactet (was ein Wort!! :green: ), was ja aber schon ein Markenzeichen der Serie ist.

Die Produktion ist für meine Ohren einfach fett, wie immer eben. Klassische Orchestermusik im Stil eines Hollywood-Filmscores, eine Palette an Geräuschen sowie sehr gelungene Hall-und Echo-Effekte innerhalb der Burg machen die Folge zu einem echten Ear-Candy :daumen:


Fazit:

Unbedingt eine TOP 10-Folge, innerhalb der Folgen 11 - 33 sogar eine Top-3-Folge (zusammen mit der Kammer des schweigenden Ritters und Im Sog der Sirenen). Unmenschliche Schreie in düsteren Schlossgängen, mit Blut gemalte Bilder, Briefe von Untoten, brandgefährliche Situationen und ein düsterer Soundtrack machen die Folge zu einem echten Grusler. Wie gewohnt lockern Dereks Sprüche die dunkle Atmosphäre hier und da etwas auf, ohne diese jedoch zu zerstören. Ein schönes Finale mit einem wirklich garstig-fiesen Bösewicht ist das I-Tüpfelchen für diese mehr als gelungene Folge. SO darf es weitergehen, ich freu' mich schon SEHR auf "Die einäugigen Puppen" (just angehört!) und auf "Verirrt im Spinnenwald"

TOP, Kaufempfehlung!

5 von 5 - :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen:
>> Dans le dünkel, c'est bon münkel! :klugscheisser: <<

Sebo

Der einzigartige Gabbo

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Wohnort: Windeck

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2

Sonntag, 25. Dezember 2011, 22:02

Die Folge hat mich von der Atmosphere her absolut überzeugen können und mir sogar eine kleine Gänsehaut beschert.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Bösewichtige so richtig fies wirken und nicht zu einer Witzfigur werden.
Eine schöne Rezi! :daumen: Du wirst mit den einäugigen Puppen deine Freude haben, da sie in meinen Augen nochmal
zu den Wurzeln von Point Whitmark geht. Aber überzeuge dich gerne selber! :)

Schamane

Der Pfarrer mit den Laseraugen

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Wohnort: Marl

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3

Sonntag, 25. Dezember 2011, 23:32

Ich fand die Folge auch super. Wie sehr ich mitleide wenn einer der drei Jungs aus dem Fenster springt. Und das obwohl ich weiß was passieren wird.

Hans Paetsch muss sofort wieder mit rein! Ich unterstütze deinen Vorschlag vehement.

Bei Point Whitmarkt hatte ich nur Probleme im Zweiteiler mit dem Seelenkünder mit dem Spielort. Lag vielleicht auch daran, dass ich die ganze Folge verwirrend fand. Ansonsten fand ich die Orte außerhalb von Point Whitmark immer sehr logisch eingebunden.
Wer nicht sehen will, muss hören! :-)

http://olis-weite-welt-des-wahns.blogspot.com



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