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eason

Rebellenhühnchen und Hörspiel-Nerd 2012

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Donnerstag, 18. Februar 2016, 23:13

#1 Gabriel Burns - KW 07: Zwiespalt (27) & Im Kreis des Vertrauens (28)

Ich mache jetzt hier einfach mal weiter und hoffe, dass ich nicht ganz allein bleibe. ;)

Mit der Folge "Zwiespalt" geht's ab nach Mexiko-Stadt, aber erst mal verursacht Steven bei einem Barkeeper Erfrierungen, weil der ihm nicht glaubt, dass er mit Toten reden kann. Steven scheint ganz schön in den Seilen zu hängen, seine Wohnung kann er nicht mehr halten, Taxi fährt er auch nicht mehr und bei Sonny hat er sich seit einem halben Jahr nicht mehr gemeldet - bis auf einen Anruf, an den er sich selbst nicht mehr erinnern kann. Sonny kommt ihn aber besuchen und bietet ihm an, mal ein Wochenende wegzufahren. Erst mal findet er aber eine alte Bauchrednerpuppe, Chap, die er einmal von einem Bauchredner, Charlie, bekommen hat. Weil eine eigentlich weiße Postkarte in einem Video von Charlie und Chap plötzlich zum Stadtplan wird, als Charlie sie berührt, fliegt Steven dann mit Sonny und Larry nach Mexiko-Stadt, gerade rechtzeitig zu Díos de los Muertos. In der Pension, zu der sie die Postkartenkarte führt, sind vor 18 Jahren die Kinder der Besitzerin gestorben, und der Sohn liebte seine schwarze Holzpuppe über alles - und das ist Chap.
Larry und Steven besuchen dann einen Zaubererkongress, wo Steven erfährt, dass es durch die Gabe zum Zwiespalt der Seele kommen kann - das hat er aber wohl vorher schon geahnt. Dieser Zwiespalt wird verursacht vom alten Feind, der in manchen Zauberern wohnt, und gegen den man sich mit Weiß wehren kann. Aber all das Weiß in dem Raum ist zu viel für Steven, dem Larry hinaushelfen muss. Dort wirft er plötzlich keinen Schatten mehr. Steven spürt, dass "es" in ihm stärker wird und ihn beherrschen will, und wenn Steven die Kontrolle verliert, wird das andere stärker. Plötzlich vermutet Larry, dass "es" Sonny töten wollen könnte - nur wieso? Aber die Vermutung scheint zu stimmen, denn der Schatten (ich nennen ihn mal Gabriel) hat Sonny tatsächlich in den Garten der Pension gelockt, Kälte umpfängt sein Herz. Steven und Larry kommen aber noch rechtzeitig zurück, und dann will Steven, dass Larry auf ihn schießt, ber mir ist nicht ganz klar, ob er damit sich selbst oder Gabriel meint - spielt aber keine Rolle, da Larry es eh nicht tut. Im Handgemenge fällt Steven Chap aus der Tasche und plötzlich geht das Licht der Lampions wieder an und der Schatten ist verschwunden.
Dann machen sich die beiden auf die Suche (nach Gabriel?), landen erst auf einem Friedhof, wo sie von Kindern umringt werden, die Steven Chap stehlen. Der läuft hinterher, während Larry die Frau mit dem dreibeinigen Hund und dem Kinderwagen aus Bukarest wiedertrifft. Steven kommt in ein stillgelegtes Schwimmbad, wo die Kinder ihn ins Becken locken. Die Tochter der Pensionsbesitzerin erzählt ihm, "sie" habe ihnen versprochen, wenn sie Steven dorthin locken, würde er sie erlösen, aber er könne es nicht. Die Frau sucht offenbar in der Nacht des Hundes nach denjenigen Kindern, die nicht gehen, sondern leben wollen. Dann legt sich der Schatten über ihn, Steven verliert alle Hoffnung und wird Gabriel, gleichzeitig ruften sowohl Gabriel als auch die Frau ihn zu sich, aber Charlie sagt, er müsse durchhalten bis zum Applaus am Ende der Vorstellung. Steven sucht Schutz beim Schwarz der Puppe und dann kommt ein Rauschen wie Flügelschlag oder Applaus ... und am nächsten Morgen holt Larry Steven aus der Ausnüchterungszelle der Polizei, und sein Schatten ist wieder ganz normal. Aber Steven weiß jetzt, dass er ein Teil von ihm ist, aber er kann jetzt wieder zurückfinden.

Beim ersten Hören, daran erinnere ich mich noch gut, habe ich mehr oder weniger gar nichts an dieser Folge verstanden. Mir ist heute noch nicht klar, ob die Kinder Steven Gutes oder Böses wollen oder ob sie einfach nur instrumentalisiert werden (vermutlich letzteres). Interessant, dass Steven anders als andere Zauberer nicht von Weiß geschützt wird, sondern von Schwarz, und dass er zu viel Weiß auch gar nicht verträgt - dürfte am Gabriel-Teil in ihm liegen. Er scheint aber allmählich mit dem Zwiespalt seiner Seele zurande zu kommen, auch wenn es nicht leicht ist.
Dass Bakerman und Joyce in dieser Folge gar nicht auftauchen, wurde mir ehrlich gesagt erst hinterher so richtig bewusst - wirklich gefehlt haben sie mir nicht, die Handlung fand ich schon anspruchsvoll genug, auch ohne weiteren Handlungsstrang. Meine Lieblingsfolge wird das sicher nie, was auch am Mexiko-Thema liegt. Die Atmosphäre ist hier zwar ziemlich gut, aber es ist einfach nicht ganz meins.
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Puempel

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Freitag, 19. Februar 2016, 19:25

Jaaa, es geht weiter. Sorry, dass ich hintergehinkt habe.
Dass mit dem Stadtplan in der Postkarte habe ich beim Hören irgendwie nicht mitbekommen/verstanden, deshalb war ich die ganze Zeit verwundert, was es damit auf sich hatte und wieso es genau nach Mexico City geht und vor allem auch, wieso genau die beiden in die exakt richtige Pension kommen. Aber dank dir, easy, habe ich das durch deine Beschreibung verstanden - yeah!
Wieso die Vermutung aufkommt, dass der alte Feind Sonny ermorden will, fand ich auch überraschend. Sie begründen es damit, dass es der "alte Feind" gewesen sein muss, der Sonny angerufen hat, und dann schlussfolgern sie das. Etwas komisch... an Sonny kann ich nun nichts erkennen, warum dieser irgendwem im Weg stehen sollte.
Mit dem Schuss auf "ihn" denke ich daran, dass es um den richtigen Steven geht. Er vermutet wohl, dass mit seinem Tod auch sein Schatten stirbt.
Hat Steven es in diesem Schwimmbad am Ende also geschafft zurückzufinden? Das legt der Schluss ja nahe. Innerhalb der Schwimmbadszene verstehe ich das allerdings nicht unbedingt so...

Dass Joyce und Bakerman fehlen, ist mir auch nicht unbedingt aufgefallen. Eigentlich wirklich erst in der darauffolgenden Folge, indem es dort an den angeblichen Tod von Joyce angrenzt und man sich überrascht denkt: hui, witzig, dass das in der vorigen Folge überhaupt kein Thema war. Gefällt mir gut.
Ansonsten kann ich mich easys Meinung nur anschließen. Insgesamt eine ordentliche Folge, die durch den Handlungsortwechsel nicht langweilig wird, aber es irgendwie nicht schafft an andere ähnliche (im Sinne von anderen Handlungsorten) Folgen anzuschließen. Insgesamt finde ich sie an einigen Stellen auch zu kompliziert, um ihr einfach so zu folgen. Etwas mehr Verdeutlichung hätte der Folge ganz gut gestanden.
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eason

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Sonntag, 21. Februar 2016, 19:22

Hmm, "Im Kreis des Vertrauens" verwirrt mich mehr, als es mir Dinge erhellt. Zunächste einmal fahren Steven und Larry ins St. Paul's Hospital, weil Steven in die Nachtkathedrale will (?) - jedenfalls weiß er, wann Vancouver fallen wird und will nicht einfach so darauf warten. Da die zehn fahlen Orte verbunden sind, könnten alle fallen, wenn einer fällt (aber Bukarest ist doch schon gefallen ...?). Vor dem Gewölbeeingang wabert Polarlicht, und Steven verschwindet in die Kathedrale. Davor sitzt ein weinendes grauhaariges, zahnloses Mädchen mit Pandialo-Tätowierung am Unterarm. Larry lässt es ins Krankenhaus aufnehmen, und prompt meldet sich jemand, der zu ihr gehört. Larry wartet auf diesen Mann, der sich als Anhänger des Pandialo-Ordens entpuppt und das Mädchen in Sicherheit bringen will. Nachdem er einen (falschen? unter fremdem Einfluss stehenden?) Arzt getötet hat, tut er das auch.
Währenddessen führt Steven in der Nachkathedrale ein Gespräch mit Aaron Cutter, von dem ich schon akustisch so gut wie nichts verstehe. Jedenfalls verblasst am Ende alles und Steven ist ... weg. Oder so.
Razvan Gulescu, der Pandialo-Jünger, fährt mit Larry nach Bukarest, um Steven zu suchen - weil Larry Einfluss auf Steven hat und der Orden diese Hilfe braucht. Sie fahren über Umwege, Schneefall, konspirative Höhlen, Anahita (das ist die aus "Die Verbündeten", oder?), Treffen mit Securitate-Soldaten, die andauernd Roma-Siedlungen zwangsräumen (immer sind Zauberer dabei) und entkommen nur knapp und mit Hilfe einer Lawine. Letzlich treffen sie in einer alten Kapelle auf den Erben von Pandialo, der niemand anderes ist als Dorgan Fink (yay!). Der Orden hat in der Krypta der Kapelle ein kleines Überwachungszentrum eingerichtet, das den Namen Pandialo im St. Paul's Hospital aufgefangen hat. Außerdem haben sie einen "Ehrengast", nämlich Lugoj, der in einem Glassarkophag liegt. Larry soll ihn töten, dann helfen ihm die Pandialo-Jünger; Larry drückt auf den Knopf und der Sarg fährt in einen Brunnen, wo was-auch-immer vom Licht angelockt wird und Lugoj fies zurichtet. Haben die Pandialo-Leute das Licht entwickelt oder nutzen sie die Droge nur?
Steven wacht unterdessen in einem Bunker mit Schaukästen voller Masken aus Menschenhaut auf - das ist wohl der Ort, wo er auch gelandet ist, als er in dem seltsamen Hotel gesprungen ist. Eine der Masken hat sein eigenes Gesicht, und Gabriel erzählt ihm, der große Plan erfülle sich, Steven will es jedoch beenden. Am Ende es Bunkers ist ein Wolframtor und Steven weiß, dass er am Ziel seiner Suche angekommen ist.
In Bukarest angekommen suchen Razvan, Anahita und Larry den Mann auf, bei dem das Mädchen aus dem Krankenhaus gewohnt hat, er ist jedoch nicht in seinem Büro in der Firma. Da sitzen 100 Frauen an Nähmaschinen, Soldaten kommen rein und greifen den Frauen unter den Rock - Gebährmutterkontrolle. Es gibt inzwischen in Rumänien sehr viele Abtreibungen, aber keiner fragt sich, was mit den Föten passiert. Sie werden wohl zu den grauhaarigen Kindern herangezüchtet. Die Soldaten kommen auch ins Büro, aber die drei können durch die HIntertür entkommen. Sie haben im Büro einen Hinweis auf ein altes Stadion bekommen, dass ein Treffpunkt des Pandialo-Ordens ist, und dorthin fahren sie, um den Mann zu treffen. Dieser ist dann aber verwanzt und steht offenbar unter dem Einfluss der Securitate, die sie dort angreift, Razvan tötet und Larry und Anahita in den Palast des Volkes bringt.
Dort hatte Victor Zeysen gerade eine kleine Unterhaltung mit dem Auserwählten, der von den Verbündete einen neuen Körper hat und wieder völlig hergestellt ist. Anahita und Larry werden zu Zeysen gebracht, der ihnen erklärt, er habe viele Kinder, und die Nähe der Verbündeten bewirke, dass diese ihre Zähne verlieren und ergrauen. Dass Steven in Bukarest ist, erstaunt ihn. Der Auserwählte scheint weniger überrascht, als er dann mit Steven spricht, der vor dem Wolframtor steht. Er sagt ein paar pathetische Dinge, die ich nicht behalten habe, aber sagt ihm auch, sein Leben spiele keine Rolle mehr. Steven will die fahlen Orte versiegeln, aber das beunruhigt den Auserwählten nicht weiter. Und dann ... verschwindet Steven wohl durch das Tor.

Die Folge ist zwar ganz spannend, mit viel Action, Verfolgungsjagden und ein paar hübsch fiesen Details, aber was mit Steven passiert, versteh ich mal wieder nicht so wirklich. Er unterhält sich mit Gabriel, der ja ein Teil von ihm ist, kann seine Gabe angeblich inzwischen kontrollieren, verschwindet aber immer von einem Ort, um dann unkontrolliert an einem anderen aufzutauchen. Und die Polarlichter? Die gibt es ja sowohl vor der Nachtkathedrale als auch über dem Stadion in Bukarest. Markieren sie fahle Orte? Und wieso muss Aaron Cutter immer so undeutlich sprechen? Oder versteh nur ich den nie?
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Freitag, 26. Februar 2016, 23:52

Bis auf die Frage, ob es sich bei Anahita um Anahita aus Grönland (?) handelt, kann ich eigentlich keine einzige Frage beantworten, denn mir geht es mit dieser Folge genauso: sie ist sehr sehr sehr konfus. Ich finde, sie haben diese Folge zu sehr abgedreht. Ein bisschen weniger Beschreibung von Abstraktem hätte ich mir vor allem bei dieser Folge mal ein paar klare Statements gewünscht, what the hell gerade vor sich geht.

Warum es z. B. bei der Nachtkathedrale beginnt, weiß ich auch nicht (mehr). Wer der komische Arzt ist, weiß ich auch nicht (irgendein grauer Engel-Verschnitt?). Wer das Mädchen dahingetan hat und warum plötzlich alle davon wissen, ist auch nicht intuitiv. Wann Steven wo verschwindet, wie genau, was dann jeweils vor sich geht, wo er wieder auftaucht und wie er dann wieder in irgendeiner Szene ist, muss man sich jedesmal irgendwie unter angestrengtem Zuhören selbst zusammenbasteln. Ich muss ja nicht immer komplett ans Händchen genommen werden, aber eine halbwegs verständliche Erzählung der Geschichte möchte ich schon.

Und was passiert ganz zum Schluss in Bukarest? Zeysen ist überrascht, dass Steven in Bukarest ist: so ganz genau weiß ich nicht warum. Das Gespräch zwischen Steven und dem Auserwählten: es lässt mich irgendwie ratlos zurück. Steven wird nicht mehr gebraucht - wozu wurde er jemals gebraucht? Es klingt außerdem dann tatsächlich immer so, als ginge das Fallen erst los, dabei hatten wir schon Bukarest. Manchmal klingt es dann schon auch so, dass Bukarest vielleicht nur eine Beta-Version eines Falls war.

Zum akustischen Verständnis: geht mir genauso. Aaron Cutter geht gar nicht - ist halt auch doof, wenn man manche Szenen einfach deswegen überhaupt nicht mitkriegt. Selbiges gilt grundsätzlich auch für den Flüsterer. Außerdem sind Telefongespräche bei Gabriel Burns manchmal sehr schwer zu verstehen und hier und da einzelne Charaktere wie z. B. die grauhaarigen Kinder. Und dann höre ich da minutelang zu ohne was zu verstehen und denke mir jedesmal, dass das eine Schlüsselszene war.

Fazit dieser Folge: zu viel daran auszusetzen, es ist einfach zu schwer diese Folge mitzuverfolgen und die Geschichte auf unterhaltsame Weise verfolgen zu können. Das war grundsätzlich, aber natürlich vor allem am Anfang der Serie besser. Die schlechteste Folge ist es vielleicht nicht gerade, weil ja doch einiges passiert, aber sie hat mir nicht sonderlich Spaß gemacht.
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Samstag, 27. Februar 2016, 23:43

Puem, du machst mich glücklich - ich bin nicht allein! :hug: Ich hab mir richtig Mühe gegeben, aber vieles trotzdem nicht verstanden, und so macht das echt nicht so wirklich viel Spaß. Wenn ich so eine Folge auch noch über mehrere Nächte verteilt zum Einschlafen hören würde, käme ich überhaupt nicht mehr mit.
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