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eason

Rebellenhühnchen und Hörspiel-Nerd 2012

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1

Mittwoch, 16. August 2006, 21:01

Vergleichbarkeit von Buchvorlagen und Hörspielen?

Inwiefern findet ihr, dass man das Buch mit dem darauf basierenden Hörspiel vergleichen darf? Muss ein Hörspiel ein Buch möglichst genau wiedergeben, oder reicht es völlig aus, wenn die Geschichte im Hörspiel logisch funktioniert und gut erzählt wird? Ist es manchmal vielleicht sogar besser, wenn sich das Hörspiel vom Buch unterscheidet?
Humankind cannot bear very much reality.
(T. S. Eliot)


2

Mittwoch, 16. August 2006, 21:07

RE: Vergleichbarkeit?

gute frage. grundsätzlich kann ich nur wenig dazu sagen weil ich von den klassischen jugendserien nur wenig gelesen haben. ich komm auf ganze zwei ??? Folgen, die ich auch als buchvorlage kenne.
auch TKKG und Blyton habe ich nie gelesen.

Einzig bekannt sind mir die klassischen bücher wie z.B Moby Dick

folgerichtig kann ich ncith wirklich vergleichen, denke aber, dass es schon unterscheide zur vorlage geben darf, ohne aber die ganze geschichte zu entstellen. ein buch ist nunmal kein hörspielskript.

wichtigster punkt bleibt aber das das hörspiel als produkt alleinstehend funktionieren muß. muß man sich aus der buchvorlage ergänzende informationen holen müssen hat jemand geschlampt
Es gibt Suppe, Fettsack

3

Mittwoch, 16. August 2006, 21:24

Heute habe ich ??? Schatz im Bergsee gelesen und da fiel mir mal wieder auf, dass es viele Gemeinsamkeiten und auch viele Unterschiede gibt. Teilweise waren die Sätze im Buch mit dem Hörspiel identisch, teilweise wurden sie aber auch vollkommen anderen Personen zugeordnet. :evil:

Zumindest hat mir das Buch geholfen, diese doch eher wirre Geschichte endlich mal zu begreifen. Das Hörspiel glitt sonst immer so an mir vorbei, ohne dass ich einen Sinn darin sah. *g*

Bei den drei ??? Büchern finde ich es auch immer sehr schön, dass man noch einiges an Hintergrundinformationen erfährt oder es Passagen gibt, die im Hörspiel nicht vorkommen. Außerdem hilft es mir, die Geschichte besser zu begreifen, da ich mich beim Hören leicht ablenken lasse, beim Lesen jedoch nicht.

Oheim Sigi

Das augenrollende Ungetüm

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4

Mittwoch, 16. August 2006, 21:26

RE: Vergleichbarkeit?

Bei Jugendbüchern, die ja meistens nicht so umfangreich sind, sollte der Kontext schon vorhanden sein. Bei den Drei ??? ist gerade bei den ölteren Folgen vieles weggelassen worden, das hat der Serie jedoch nicht geschadet, da der handlungsstrang trotzdem noch nachvollziehbar vorhanden war. Anders ist es bei umfangreicheren Werken, die man oft nur als mhertonträgeriges Werk wiedergeben könnte. Bei Edgar Wallace z.b. (ich gebe zu, habe ich nie gelesen) muss man sich wohl auf das nötigste beschränken. Wenn man Fassungen von verschiedenen labels vergleicht sind die inhaltlichen Unterschiede gewaltig.
Wichtig ist, dass die Geschichte in erster Linie spannend und in sich stimmig ist. Ich mag es nicht, wenn in ein Hörspiel etwas aufgenommen wurde, das im einem Buch komplett fehlt.
Der Anspruch an die Vergleichbarkeit ist bei Kinder- und Jugendbüchern bei mir deutlich höher.
Schnitzel!

Belphanior

Schergen-Toni

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5

Donnerstag, 17. August 2006, 10:16

RE: Vergleichbarkeit?


Inwiefern findet ihr, dass man das Buch mit dem darauf basierenden Hörspiel vergleichen darf?

Bei "klassischer" Literatur (z.B. Ben Hur) ist ein Vergleich natürlich mit Vorsicht zu genießen, weil allein die Stoffülle des Orginalwerkes weitaus umfangreicher als die Hörspieladaption (solange es nur eine MC/CD fasst) ist.

Bei Jugend- und Kinderliteratur ist ein Vergleich weitaus einfacher und m.E. auch stets angebracht.


Muss ein Hörspiel ein Buch möglichst genau wiedergeben, oder reicht es völlig aus, wenn die Geschichte im Hörspiel logisch funktioniert und gut erzählt wird?

Wenn mir das Buch, das ich in der Regel zuerst lese, gefällt: Bitte keine Änderung vornehmen! Hat das Buch dagegen Mängel - vor allem zu einseitog beschriebene Charaktere - dann kann und sollte man diese Mängel im Hörspiel beseitigen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan - da oftmals Geschmackssache

Ist es manchmal vielleicht sogar besser, wenn sich das Hörspiel vom Buch unterscheidet?

Ein Beispiel, bei dem mir das Hörspiel besser als das Buch gefällt, ist
Die drei ??? und der rasende Löwe

Die m.E. unnötige Szene mit dem Abschuss des Panthers wurde gestrichen. Der Sprach- erzählstil (zumindest der nicht so überragenden deutschen Fassung) wurde den anderen ???-Folgen angepasst, also verbessert.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Belphanior« (17. August 2006, 11:42)


eason

Rebellenhühnchen und Hörspiel-Nerd 2012

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6

Donnerstag, 17. August 2006, 11:39

RE: Vergleichbarkeit?

Wenn ein Hörspiel der Vorlage fast genau entspricht, und es entsteht dabei ein tolles Hörspiel - super!
Wenn ein Hörspeil von der Vorlage stark abweicht, und es entsteht dabei ein tolles Hörspiel - super!

Mir ist es im Grunde egal, wie nah oder weit weg ein Hörspiel von der Vorlage ist, da ich beide als eigenständig betrachte und es nur wichtig finde, dass das Hörspiel am Ende funktioniert. Leicht bevorzuge ich zwar eine halbwegs vorlagengetreue Umsetzung, aber ich gestehe dem Hörspiel Eigenständigkeit zu. Und da spielt es für mich auch keine Rolle, ob ein Klassiker der Weltliteratur vertont wird oder die x. Folge einer Jugendserie. Das mag vielleicht etwas schwerer fallen, wenn einem ein Buch sehr am Herzen liegt, aber letztlich ist ein Buch ein Buch und kein Hörspielmanuskript. Manchmal fragt man sich vielleicht schon, warum dieses oder jenes geändert wurde, wenn man der Meinung ist, es hätte sich doch gut so umsetzen lassen, wie es im Buch steht, aber - wie gesagt - solange das Hörspiel am Ende gut ist, muss es das Buch nicht 1:1 wiedergeben. Und wenn ein Buch Schwächen enthält, darf das Hörspiel sowieso abweichen. :D
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Roger Thornhill

Zigeuner-John

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7

Montag, 11. September 2006, 23:40

Oheim: So umfangreich sind die Edgar Wallace Bücher aber nicht. In der Goldmann Taschenbuchausgabe haben die Bücher durchschnittlich etwa 150 bis 180 Seiten (geschätzt).

Meiner Meinung nach ist ein Vergleich zwischen Buchvorlage und Hörspiel nur sehr begrenzt sinnvoll. Sicherlich kann man Kürzungen, Änderungen usw. aufzeigen, aber mehr dürfte wohl nicht machbar sein. Hörspiele, ebenso auch Filme, sind Interpretationen von Literatur. Einige Änderungen sind nötig, um das Buch dem Medium Hörspiel anzupassen, andere Änderungen sind möglicherweise rein ästhetischer Natur.

8

Dienstag, 12. September 2006, 12:43

Ich muss sagen ich versuch solche vergleiche zu vermeiden in dem ich nur das Buch lese oder mir das Hörspiel anhöre. Selten beides oder ich warte bis ich den größten teil des Inhalts des Buches oder Hörspiel vergessen habe dann fallen die Unterschiede nicht so stark auf sie ergänzen sich eher ;-)
Der Ursprung aller Macht ist das Geld

9

Donnerstag, 30. November 2006, 16:16

Im Grunde halte ich es mit eason.

Viele Bücher von Blyton, Drei ??? und TKKG habe ich sowohl gehört als auch gelesen. Wobei ich von Blyton nur die Hörspielreihe der Fünf Freunde und Hanni und Nanni auch gehört hab. Bei diesen hab ich als Kind nicht viel verglichen aber ich mochte die Hörspiele, weil man sich da auch einfach nebenbei die Geschichte nochmal erzählen lassen konnte.

Bei den meisten DDF-Folgen fand ich das Hörspiel spannender, wenn ich die Bücher erst danach gelesen hatte - denn vieles wird ja einfach weggekürzt oder sogar umgestellt, damit die Story als Hörspiel funktioniert. Allerdings fand ich es spaßig, das Buch anschließend zu lesen, denn so wurden die netten Plots noch ein wenig erweitert.


Meine Meinung zu Hörspielen mit Buchvorlage ist ungefähr die gleiche, die ich zu Romanverfilmungen habe:
Wenn die Umsetzung gut ist, spart man sich endlich das dritte, fünfte oder zehnte lesen, sondern kann einfach mittels "Play" wieder in die Geschichte eintauchen
Es kommt drauf an. (aka Universalantwort)