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Puempel

Der schieläugige Kutscher

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21

Montag, 15. Januar 2007, 19:09

Ich habe zwar schon Folge 9 mitgehört, aber es passt dennoch gut in diesen Thread.

Edgar Allan Poe ist geil. Mir gefällt die ganze Schose total gut. Insbesondere die drei Hauptsprecher Ulrich Pleitgen, Iris Berben und Till Hagen sind allesamt super. Jeder passt voll gut in seine Rollen. Vor allem Till Hagen liebe ich ja über alles - was für eine Stimme!
Die Geschichten sind alle voll toll. Da wird so schön eine Rahmenhandlung mit jeweils zunächst unabhängigen Träumen verbunden. Total klasse! Finde auch total super, dass die Stimmen der Wirklichkeit und der Träume deckungsgleich sind.
Richtig super ist auch die Atmosphäre und die Musik. Ich liebe dieses Chor-Thema! Und die sind ja mal echt spannend. Gerade Folge 8 "Lebendig begraben" fand ich trotz fehlenden Traumes absolut fies (im positiven Sinne). Ich hab ins Kissen gekrallt, weil es so gruselig war. Wuääh, endlich hat das ein Hörspiel nochmal so richtig gut geschafft.

Jetzt heißt es nur noch, weiterhören! Muss erstmal eine kleine Pause einlegen, weil mir die nächsten Folgen fehlen, aber ich hoffe, ich bekomme bald Nachschub. Ich bin ja so gespannt, was Dr. Templeton ausgetüftelt hat und wo Leonie Goron ist.
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mirror

Shallowain, der Hund

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22

Montag, 15. Januar 2007, 19:49

Ich kann mir nicht helfen, ich hab jetzt 6 Folgen aus der Serie gehört aber ich werd einfach nicht mit ihr warm.
Das mag vor allem daran liegen, dass ich die Idee, Geschichten eines Autors als Träume in eine Rahmenhandlung zu packen, die zudem nur schleppend vorankommt und auch nicht wirklich der Hit ist, nicht gerade als gelungen bezeichen würde.
Außerdem mag zwar Ulrich Pleitgen als Schauspieler wirklich gut sein, seine Stimme empfinde ich persönlich als eher unangenehm. Und das ist bei einem Sprechanteil von wahrscheinlich 80 % im Hörspiel nicht gerade von Vorteil.
Dagegen liebe ich Iris Berbens Stimme, wegen ihr habe ich mich überhaupt durch die sechs Hörspiele durchgeschleppt.
Und bei Till Hagen als Dr. Templeton muss ich immer an Wärter Karl aus Benjamin Blümchen denken, den er ja auch gesprochen hat.
Nicht wirklich bedrohlich *g*
Ein letzter Kritikpunkt ist der Prolog, der jedem Hörspiel vorangestellt ist.
Das Flüstern und die englisch gesprochenen Passagen sind ja ganz nett, der Sprecher, der den Titel ankündigt dagegen eine absolute Katastrophe. Himmel, wo hat denn der sein Handwerk gelernt? Wahrscheinlich gar nicht.
Außerdem wird die Musik genau an der dramatischsten und beeindruckendsten Stelle leiser. Warum?
Wie auch immer, Edgar Allan Poe ist eine Serie, die zwar ganz ordentlich unterhält, mich aber mit keiner von sechs gehörten Folgen so richtig überzeugen konnte.
Der Tag wird kommen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mirror« (15. Januar 2007, 19:51)


23

Montag, 15. Januar 2007, 20:19

Zitat

Original von mirror
Und bei Till Hagen als Dr. Templeton muss ich immer an Wärter Karl aus Benjamin Blümchen denken, den er ja auch gesprochen hat.
Nicht wirklich bedrohlich *g*


Da bist du nun aber auch wirklich ganz alleine dran schuld :P
Wenn man natürlich zu viel Benjamin Blümchen hört und entsprechend alle Stimmen nur mit den Rollen daraus verknüpft.
Jürgen Kluckert sollte dir ja dann auch ein Begriff sein *töröö* *lol*

Ich finde die Poe-Hörspiele, die ich bislang gehört habe absolut klasse und kann deine Kritikpunkte nicht so recht teilen.


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mirror

Shallowain, der Hund

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24

Dienstag, 16. Januar 2007, 15:14

Ja, das kenne ich, wenn man Kritikpunkte nicht teilen kann, so geht es mir hier immer wieder.
Und Till Hagen klingt einfach viel zu "lieb" um als dämonischer Teufel in Menschengestalt durchzugehen. Kann den Lobgesang auf seine Leistung absolut nicht nachvollziehen.
Und Jürgen Kluckert hat meiner Meinung nach einen ganzen Batzen mehr Können als Till Hagen, deswegen denke ich auch, wenn ich ihn als Erzähler höre, nicht im geringsten an Benjamin Blümchen.
Aber über Geschmack lässt sich ja leider immer wieder ganz toll streiten *g*
Der Tag wird kommen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mirror« (16. Januar 2007, 15:16)


Puempel

Der schieläugige Kutscher

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25

Dienstag, 16. Januar 2007, 15:51

Zitat

Original von mirror
[...] Und Till Hagen klingt einfach viel zu "lieb" um als dämonischer Teufel in Menschengestalt durchzugehen. Kann den Lobgesang auf seine Leistung absolut nicht nachvollziehen. [...]


Eventuell fehlt mir jetzt der aktuelle Wissenstand um die Serie, allerdings muss ich da sagen: Raff ich nicht ganz.
Ich fand es ausgesprochen gelungen, dass Till Hagen an sich erstmal eine sympathisch wirkende Stimme hat. Dies lässt den Charakter zunächst vertraut erscheinen, was sich ja auch auf Poes Eindruck niederschlägt. Ich mochte Dr. Templeton deshalb vom ersten Moment und aus diesem Grunde konnte mir die Serie da sehr viel Spannung bieten, da man mit Templeton zunächst nicht als Bösewicht gerechnet hat und (ich zumindest) es auch nicht gehofft habe.
Gerade dieser Punkt erscheint mir als eine erfrischende Abwechslung gegenüber anderen Produktionen, die sich durchgehend Stereotypen bedienen (was beispielsweise Titania Medien verstärkt macht und deshalb in Punkten Spannung auch schon sehr früh nachlässt).
Was an der Sprecherleistung insgesamt auszusetzen gibt, kann ich nicht nachvollziehen. Zum Vergleich gegenüber Jürgen Kluckert kann ich nur sagen: Das sind beide professionelle Sprecher, keiner besser und keiner schlechter als der andere. Auch den Prolog finde ich schlicht und nüchtern, für mich keineswegs katastrophal.

Wie gesagt, über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten. Allerdings habe ich bei deiner Argumentation in gewissem Maße den Eindruck, diese Probleme seien hausgemacht. An den Benjamin-Blümchen-Erinnerungen kann die Serie nicht schütteln (hier fände ich eine Till-Hagen-lastige Gruselkabinett-Folge mal sehr aufschlussreich), die Sprecherriege ist absolut solide - "Stimme nicht mögen" sind da in dem rein-subjektiven Bewertungsteil einzuordnen -, und schleppendes Vorankommen sowie hohe Erzählanteile sind Kritikpunkte, die ich ohne direkten Bezug auch erstmal Serien wie "Gruselkabinett" zuordnen würde. Das alles lässt bei mir die Vorstellung eines hintergründigen "Gruselkabinett-muss-besser-sein"-Gedanken nicht verwehren. Aber nichts für ungut. :zwinker:
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26

Dienstag, 16. Januar 2007, 16:02

Den Prolog vertont Heinz Rudolf Kunze, seines Zeichens Musiker und Verfasser des Songs der die ersten vier Folgen abschließt. Dass Dr. Bakers Rolle von Till Hagen gesprochen wird, erachte ich nach mittlerweile 21 Folgen als die perfekte Wahl. Der Charakter von Baker ist hinterhältig, intrigant und verstörend. Da ist solch eine angenehme Stimme, die in den richtigen Momenten auch diabolische Züge trägt, ein wahrer Genuß.

Den Einwand, dass die Geschichte nur schleppend vorankommt oder gar zu dünn bzw. nicht der Hit sei, kann ich beileibe nicht teilen. Sicherlich präsentiert sich nicht jede Folge im Glanz, aber wenigstens ist ein roter Faden erkennbar, jede Episode hat ihren Anteil am gesamten Kontext der Serie.

Na ja, letztlich wieder alles eine Frage des persönlichen Eindrucks... :D

27

Dienstag, 16. Januar 2007, 16:02

Gut gesagt, Pümpel!

Mir gefällt die Serie bis zur 6. Folge sehr gut und ich werde gleich "Die Morde in der Rue Avenue" hören, bin schon sehr gespannt. Ich mag diese melancholische, bedrückende Stimmung, die auf den Hörspielen liegt wirklich gerne. 8-)
You cannot swim for new horizons, until you have courage to lose sight of the shore...

mirror

Shallowain, der Hund

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28

Dienstag, 16. Januar 2007, 17:28

Zitat

Original von Puempel

Zitat

Original von mirror
"Stimme nicht mögen" sind da in dem rein-subjektiven Bewertungsteil einzuordnen -, und schleppendes Vorankommen sowie hohe Erzählanteile sind Kritikpunkte, die ich ohne direkten Bezug auch erstmal Serien wie "Gruselkabinett" zuordnen würde. Das alles lässt bei mir die Vorstellung eines hintergründigen "Gruselkabinett-muss-besser-sein"-Gedanken nicht verwehren. Aber nichts für ungut. :zwinker:


Mit Verlaub gesagt, aber das ist absoluter Blödsinn.
Punkt.
Es entspricht nicht im geringsten der Wahrheit, dass ich Sprecher, nur weil sie bei GK mitsprechen gut finde.
Hartmut Neugebauer in der Blutbaronin z.B. fand ich grottig.
Ich verstehe nicht ganz, was das jetzt soll.
Das ist eine unabhängige Meinung, ich hab beim Schreiben kein einziges Mal an Titania gedacht.
Das sind nur einige Kritikpunkte, wirklich schlecht finde ich die Serie doch gar nicht. Sie ist weiß Gott besser als so manch andere Serie auf dem Markt.
Also.
Es muss nicht immer alles so sein, wie es am wahrscheinlichsten sein könnte.
Der Tag wird kommen

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »mirror« (16. Januar 2007, 17:57)


mirror

Shallowain, der Hund

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29

Dienstag, 16. Januar 2007, 17:35

Zitat

Original von Panaray
Den Prolog vertont Heinz Rudolf Kunze, seines Zeichens Musiker und Verfasser des Songs der die ersten vier Folgen abschließt.


Ja, das weiß ich, ihn habe ich ja auch nicht gemeint.
Dieses "Deeer goldänäää Kääfaaaaaa. Nach einer Ertsählung von Edgar Alleeeen Poooooe!" finde ich zum Erbrechen.
Das habe ich gemeint.
Der Tag wird kommen

30

Mittwoch, 17. Januar 2007, 01:00

Ach so, den höre ich mittlerweile gar nicht mehr. :D Bei großen Verlagen ist es fast schon üblich, dass ein Sprecher sozusagen ein kleines Intro spricht, in vielen Fällen kommt dann auch noch ein Abspann dazu. Der Hörverlag, Der Audio-Verlag, etc. praktizieren das schon seit geraumer Zeit. Das das nicht gerade professionelle oder begnadete Stimmen sind fällt schon auf, ja. Zum Glück haben die dann nichts mehr mit dem Hörspiel an sich zu schaffen.

Besen-Wesen

Ivan Kunaritschew

Beiträge: 976

Wohnort: Raum Hamburg

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31

Freitag, 26. Januar 2007, 17:56

Edgar Allen Poe ist eine der besten Hörspielserien zur Zeit. Hervorragend produziert, ich danke, das kann man nicht schlechtreden.
Die Traumsequenzen mag sicher nicht jeder, aber die sorgen dafür, dann man die älteren Folgen gut hören kann, ohne den Rest der Serie zu kennen. Bei den letzten Folgen (18 bis 21) sind die Träume kaum noch von Bedeutung und es liegt mehr Gewicht auf dem Handlungsbogen, der sich durch die Serie zieht.
Atmosphärisch kann für mich keine andere Serie mit Edgar Allen Poe mithalten.
I don't kehr.