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Sebo

Der einzigartige Gabbo

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1

Sonntag, 6. Mai 2012, 16:11

Point Whitmark (36) Geschöpf der bösen Träume

Zitat von »Klappentext«

Etwas Unerklärliches geschieht im Haus in der William-Prescott-Road. Jay will und kann es nicht glauben, aber seine Mutter scheint wahrhaftig von einer dämonischen Spukgestalt besessen zu sein. Zudem geht ein plötzlicher Verehrer bei ihnen ein und aus, dessen gefährlichem Charme die verängstigte Mrs Lawrence immer mehr verfällt. Ist besagter Maurice Micklewhite gar schuldig am tragischen Unfall einer jungen Frau in der Nachbarschaft? Tom und Derek setzen alles daran, zu helfen, aber die Zeit rinnt ihnen davon.
Auf der Spur der verschwundenen Toten wird auch Jay zum Opfer des teuflischen Nachtmahrs ...




Sprecher:
Erzähler: Jürg Löw
Jay Lawrence: Sven Plate
Tom Cole: Kim Hasper
Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss
Charles Laughton: Ulrich Voss
Mrs Lawrence: Karin Buchholz
Maurice Micklewhite: Bert Stevens
Dr. Linus: Liane Rudolph
Gallagher: Frank Schaff
Conor O‘Reilley: Dieter Memel

Meinung:

In der nun bereits 36. Folge wird gleich Jays Mutter, Nancy Lawrence eingeführt. Gesprochen wird sie äußerst theatralisch, wenn auch nicht weniger brillant von Karin Buchholz, welche übrigens auch schon in Folge 26 "Die Diener der Pest" einen kurzen Auftritt als Lady Valkya hatte. Mrs. Lawrence gibt definitiv nicht die herkömmliche umsorgte, nette Hörspielmama ab, sondern ist deutlich schruppiger. Der Verzicht auf eine Stereotype finde ich sehr gut, dadurch gewinnt die Produktion deutlich an Konturen.

Die Orte, welche Jay, Tom und Derek bereisen, sind wieder äußerst ungewöhnlich. Neben einem Anwaltsbüro, möchte ich vor allem das Leichenschauhaus erwähnen. Die Jungs vom Leuchtturm müssen sogar soweit gehen, sich in den Kühlfächern, in denen sonst die Leichen eines Altenheims ruhen, zu verstecken. Derek lässt einen richtig lustigen Spruch vom Stapel:,,Riechen Leichen eigentlich immer so gut?'' Schön, dass der Humor selbst in diesem äußerst düsteren Hörspiel nicht zu kurz kommt!

Düster wird es vor allem dann, wenn die Albträume über Mrs. Lawrence hereinbrechen. Die Beschreibung des Grauens, welches sie erfährt, möchte ich jedenfalls nicht selbst erleben. Sehr gruselig, denn auch Jay wird von dem nach Schwefel stinkenden Nachtmahr besucht, dessen Augen zu kleinen Schlitzen verengt, gelb glühen. Ich muss gestehen, das hat damals schon beim tanzenden Teufel bei mir immer gezogen. Dunkle Gestalten mit Leuchtenden Augen finde ich immer gruselig. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden. Jedenfalls wirkt der Nachtmahr deutlich ernstzunehmender, als z.B. der Oxman. Ich finde es sowieso sehr schwierig, in einem Jugendhörspiel auch Erwachsenen Hörern unheimliche Wesen gruselig zu präsentieren, da ja von vorne rein schon fest steht, dass sie nie echt sind. Hier hat es Sassenberg durch subtile Beschreibungen mit Bravour geschafft!

Die Geräuschkulisse ist einfach nur klasse. In einem Gerichtsgebäude hört man ein ständiges Murmeln und das Klicken von Kameras der Reporter. Im Leuchtturm ist im Hintergrund die Kröte aus einer der mittleren Folgen zu vernehmen. Es ist einfach nur schön zu lauschen, wie viele Details man in einer Folge entdecken kann. Zur Musik möchte ich mich nur ungerne Wiederholen. Jedoch sind die alten, wie auch die neuen Stücke einfach nur klasse! Hier habe ich mich gefreut, dass noch einmal eine Point Whitmark Sendung zu hören ist und die bekannte Hintergrundmelodie ertönt. Zudem erklingt eine schönes Zwischenspiel-Arrangement der Titelmelodie.

Unterm Strich ist die Folge ein echtes Highlight. So finster war bisher nur "Tief in den nördlichen Mienen" und vielleicht "Das Schloss des Blutmalers". Die Schurken sind mehr als rücksichtslos und durch die dichte Atmosphäre wurde so viel Spannung aufgebaut, dass ich während der Ersthörung nicht einschlafen konnte, bis die CD zum Ende lief. Vor allem konnte ich der Geschichte mal wieder gut folgen, da sie nicht so komplex wie ihre Vorgänger ist und dennoch vollkommen zufrieden stellt.
Der Nachtmahr hat mich so sehr überzeugt, dass die neue Folge es durchaus in meine persönliche Top 5 der Point Whitmark Hörspiele geschafft hat.
Für ein so ein überragendes Hörspiel bleibt mir nur, die volle Punktzahl zu geben. Danke, Herr Sassenberg!

:stereo: :stereo: :stereo: :stereo: :stereo: :stereo:(6 von 6)

dot

Dr. Tod

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Beiträge: 725

Wohnort: Winzenbutzhausen / Koenigshausen

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2

Sonntag, 6. Mai 2012, 16:37

Auch hier nochmal:

Ahhhh, Rezi mit Umfrage, wie geil ist das denn? Da bin ich ja noch nie drauf gekommen, geile Idee, @Sebo:

DANKE für die Rezension, der ich mal wieder nur zustimmen kann Tolle Folge.... allerdings kam ich noch nicht einmal dazu, sie in Ruhe komplett zu hören, 2x wurde ich gestört, 1x bin ich gegen Ende weggeschlummert....

Mal sehen, ob's heute Abend klappt Meine Rezi folgt demnächst.
>> Dans le dünkel, c'est bon münkel! :klugscheisser: <<

3

Montag, 7. Mai 2012, 12:34

Schöne Rezi, aber ein Highlight ist die Folge nach der Ersthörung für mich definitiv nicht. Für eine fundiertere Meinung muss ich sie aber definitiv nochmal hören.
Haschimitenfürst.de

Das mag schon sein, aber wo ist der Bus mit den Leuten, die das interessiert?

Schamane

Der Pfarrer mit den Laseraugen

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Wohnort: Marl

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4

Dienstag, 29. Mai 2012, 16:05

Ich habe sogar nur mit "Geht so" abgestimmt. Micklewhite ist zwar unsympathisch, aber ihm fehlt das typisch freakige das PW-Charakteren so oft auszeichnet. Natürlich hat Jay hier viel Auftrittszeit, aber für mich fühlt es sich so an als würden Tom und Derek zu kurz kommen. Sie wirken nicht so wie das unzertrennliche Trio wie sonst. Für mich ist die Folge sehr weit entfernt von meinen TOP 5.
Wer nicht sehen will, muss hören! :-)

http://olis-weite-welt-des-wahns.blogspot.com



One way ticket und Grüße an den Rest