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Sebo

Der einzigartige Gabbo

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Mittwoch, 27. Februar 2013, 09:49

Geschichten zur Mitternacht (1) – Die geliebten Toten



Zitat

Inhalt: Es ist jetzt Mitternacht... In der Ferne höre ich die laut aufgeregten Rufe meiner Verfolger und das wütende bellen der Bluthunde die sie mit sich führen. Noch bevor der Morgen graut, werden sie mich hier gefunden haben. Sie werden mich mitnehmen und in eine finstere Zelle werfen wo ich vor mich hin vegetierend darauf warten werde, mit meinen geliebten Toten eins zu werden. Unstillbare Gelüste werden an meinem Geist zerren und mein Herz vor Qual verdorren lassen...
Neben der Wiederauferstehung der Gruselserie, versucht sich das noch junge Studio Hörsturz nun auch an deutlich älterem Stoff. So widmete man sich der Kurzgeschichte "Die geliebten Toten" aus der Feder von C.M. Eddy, Jr. Jener Autor war ein Freund von H.P. Lovecraft und schrieb Kurzgeschichten für z.B. das "Weird Tales". So ist auch diese Geschichte einer Zusammenarbeit beider Autoren geschuldet. Doch kann die Kurzgeschichte heute noch überzeugen, welche in nicht allzu ferner Zukunft ein Jahrhundert alt wird? Und was taugt eigentlich eine inszenierte Lesung?

Für das Erstlingswerk hat man Ernst Meincke verpflichtet, der meiner Meinung nach in seinem Studio Hörsturz Debüt als Erzähler noch sehr verhalten und teilnahmslos rüber kam. Daher war ich zunächst eher skeptisch, wie sich nun eine ganze Lesung anhören würde. Nach nur wenigen Minuten des aufmerksamen Lauschens war meine Skepsis jedoch schnell verflogen. Man merkt Meincke an, dass er sich einfühlsam in die sicherlich nicht leichte Rolle eingefühlt hat. Die Hauptperson der Geschichte hegt nämlich eine sehr düstere Liebe zu nicht mehr lebenden Mitmenschen. So rückt die Geschichte in den Vordergrund, welche mich gut unterhalten hat. Ein Schauer lief mir zwar nicht über den Rücken, aber die Story stimmt einen schon sehr zum Nachdenken. Weiter möchte ich gar nicht auf den Inhalt eingehen, da die Zusammenfassung einer Kurzgeschichte sicherlich vieles vorweg nehmen würde.

Ferner wird eine großartige Stimmung durch den sehr guten Einsatz von Geräuschen erzeugt, die man teilweise nur unbewusst wahr nimmt. So wünsche ich mir das. Auch die Musik wird nie aufdringlich, sondern unterstreicht und umgibt nur die süßlich rumpelnde Stimme des Erzählers.

Fazit: Wer sich sonst mit Hörbüchern schwer tut, der sollte mit diesem Werk der inszenierten Lesung eine Chance geben. Sprecher, Story, Geräusche und Musik sind alle von bester Güte. Der Auftakt zu Lovecrafts düsterem Universum wird dem Hörer bekömmlich serviert.


:buch: :buch: :buch: :buch:

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