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Montag, 27. Juli 2015, 00:00

#1 Gabriel Burns - KW 31: Die Fänge des Windes (7) & Nebelsee (8)

Neue Woche, neue Folgen.
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eason

Rebellenhühnchen und Hörspiel-Nerd 2012

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2

Dienstag, 28. Juli 2015, 22:25

"Die Fänge des Windes" ist eine ganz besondere Folge - das fängt schon damit an, dass das Paetsch-Intro fehlt. Dazu dann der andere Erzähler und die Rückblende nach Bengasi ... eine ganz andere Art von Geschichte. Trotzdem fügt sie sich sehr gut ins Gesamtbild der Serie ein, natürlich durch das verbindende Element Bakerman, aber auch durch das, was in der Höhle mit dem unterirdischen Meer passiert. Der Anfang in dem Straßencafé ist schon mal schön fies mit der abgeschlagenen Hand, und danach geht es in der Wüste sehr atmosphärisch weiter. Patrice Bouédibéla ist einer der besseren Gastsprecher der Serie, wenn auch hörbar kein Vollprofi - den Amato spricht er aber hübsch kalt und zynisch. Wie sehen die noch gleich da unten in der Höhle? Ich sehe das immer als hell, aber wenn es doch vorher nie gelungen ist, die Steinplatte zu bewegen, kann ja eigentlich kein Strom da sein. Irgendwie hab ich an der Stelle immer das Gefühl, etwas zu verpassen. Egal, mit Ila al Khalf kommt ein weiteres wichtiges Element zum ersten Mal vor, das gleich zu den Wascos in Beziehung gebracht wird. Und man lernt, dass man nicht zu gierig sein darf ... Die eigentlichen Fänge des Windes, auch wenn sie namensgebend sind, waren für mich immer nur ein Randphänomen, auch wenn sie sehr anschaulich beschrieben werden.

Wenn Bakerman am Ende sagt, die Zeit sei noch nicht reif, empfinde ich das im ersten Moment immer als eine typische nervige und vor allem unnötige Hinhaltetaktik, damit Zeit geschunden werden kann. Allerdings finde ich dann wieder den Nachtrag, Steven sei noch nicht reif, immerhin halbwegs überzeugend. ;) Und auch das Abdul Ash Badri gegebene Versprechen, auch in Zukunft sein Leben für Gutes zu verwenden, tut wenig, um die Zweifel an Bakerman zu zerstreuen.

Tolle Folge, muss ich sagen, auch wenn ich das nicht immer ganz so gesehen habe. :daumen:
Humankind cannot bear very much reality.
(T. S. Eliot)


3

Samstag, 1. August 2015, 18:20

Und ich habe schon befürchtet, dass ich diese Woche nicht zum GB hören komme, doch gestern habe ich zum Glück noch dran gedacht, mir die Fänge des Windes gerade mal fix auf eine CD zu brennen, so dass ich die Folge heute früh auf der Fahrt zu meiner Vereidigung hören konnte. Ich meine mich daran erinnern zu können, dass damals - als die Folge neu erschien - die Fans der noch recht neuen Serie aufgrund der Qualität dieses Hörspiels förmlich ausgeflippt sind... Völlig zurecht. Die Fänge des Windes gehörte für mich schon immer zu den Top3-Folgen der Serie. Expeditions-Hörspiele gibt es so viele, doch in Bezug auf Qualität und Spannung kann kaum ein anderes Hörspiel mit dieser GB-Folge mithalten. In vielen Punkten kann ich mich eason anschließen. Die Folge lässt sich nicht allzu viel Zeit und schon in Bengasi gehts richtig zur Sache. Patrice mochte ich damals als MTV-Moderator total gerne und seine Sprecherleistung ist wirklich überdurchschnittlich. Schon den Weg zu den Kufra-Oasen finde ich super, mit den übernatürlich wirkenden Sandstürmen oder dem ersten Blick Bakermans auf die Lepra-Kranke. Unter der Erde steigt die Spannung natürlich noch weiter an. Wie man da sehen kann? Tja, hab ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht, in meiner Vorstellung ist es da auf jeden Fall ziemlich dunkel, aber die Gruppe kann doch Lampen dabei haben, oder? Mir ergeht es in diesem Teil immer so, wenn sich wieder mal eine Person mehr oder meist weniger freiwillig opfern muss, dass ich denke "Ach, der war ja auch noch dabei". Ich stelle mir da immer so eine Gruppe aus 3 oder 4 Leuten vor, tatsächlich müssten es am Anfang ja eher doppelt so viele sein. Das tatsächliche Versteck von Ila al Khalf ist dann irgendwie etwas unspektakulär. Drei Öffnungen in der Wand und in einer ist dann der Flakon. Hätte man da nicht vorher mal reinleuchten können?

"Die Zeit ist noch nicht reif", tja der Satz ist fast so klischeehaft wie "Dafür haben wir jetzt keine Zeit". Trotzdem gibt die Folge ja immerhin schonmal ein paar Antworten, eigentlich ungewöhnlich früh für die Serie. Schön, dass ich die Folge mal wieder gehört habe. Für mich auf jeden Fall eines der besten Abenteuer, die je als Hörspiel produziert wurden.
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4

Sonntag, 2. August 2015, 21:38

Tja, irgendwie mag ich den Nebelsee nicht. Für mich wirkt an der Folge alles so uninteressant und das gilt für den Schauplatz gleichermaßen wie für die Personen. Eigentlich ist das Hörspiel nicht schlecht, aber mit dem Niveau der bisherigen Folgen kann es einfach nicht mithalten. Auch fehlt mir der Bezug zu den bisherigen Folgen. Hier werden einfach nochmal ein bis zwei neue Mysterien in den großen Plot-Topf geworfen, die man sich auch hätte sparen können.
Nunja, Nebelsee ist für mich jedenfalls die letzte der episodischen Anfangsfolgen in der Serie. Bis hierhin kannte ich alle Folgen mehr oder weniger auswendig. Ab Folge 9 kann ich gar nicht mehr sagen, was jetzt eigentlich wann nochmal passiert und wo die Grenzen der einzelnen Storystränge verlaufen. Vielleicht kann ich das nach diesem Projekt etwas besser in meinem Hirn ordnen.
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eason

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5

Montag, 3. August 2015, 13:35

Ja, Nebelsee ist eine seltsame Folge. Sie scheint ziemlich zusammenhanglos zu sein (mehr noch als andere, die ja anfangs auch etwas im luftleeren Raum hängen, z. B. Die Brut), und das ändert sich auch später nicht gravierend. Die Handabdrücke tauchen zwar später noch mal auf, aber die Toten im See sind doch für die weitere Handlung komplett irrelevant, oder? Die Atmosphäre in Desmond ist allerdings schön düster, das gefällt mir gut. Nur an der Stelle, als Steven taucht und der Erzähler ewig erzählt, schaltet mein Hirn irgendwie immer ab. Ich meine mich allerdings zu erinnern, dass ich die Folge früher besser fand - vielleicht, weil ich da noch nicht wusste, dass sie für das große Ganze eigentlich kaum was tut.
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Sebo

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6

Dienstag, 4. August 2015, 18:23

Die Fänge des Windes. Ich weiß noch, dass mir damals der Rückblick auf Bakermans Leben nicht ganz so gut gefallen hat, obwohl ich Abenteuer-Hörspiele mit Expeditionen mega gerne mag. Das hat sich jetzt aber doch ein wenig geändert. Die musikalische Untermalung und die sehr guten Soundeffekte lassen die Wüste lebendig werden. Thomas Danneberg mag ich eigentlich als Synchronstimme ziemlich gerne. Im Hörspiel vermisse ich immer ein wenig Tempo in seiner Stimme. Im leben hätte ich nicht heraus gehört, dass es sich bei Patrice um einen Gastsprecher handelt. Wow. Sehr gute Sprecherleistung. Gut war auch die Verquickung der Gegenwart und dem Erzählten aus der Vergangenheit. Ich kann mir die Hitze auf Bakermans Haut richtig gut vorstellen und finde die Lepra Kranke einfach nur fies und bäh.

Auf den Duft von Ila al Khalf freue ich mich schon. ;D

Sebo

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7

Mittwoch, 5. August 2015, 19:03

Ich möchte mich easons Meinung zum Nebelsee komplett anschließen. Als die Folge raus kam, gehörte sie zu meinen absoluten Lieblingen. Der See, der die Menschen in sich hinein lockt; Mahle auf der Haut und Sonny Heseltine, der mal nicht der große Spaßmacher ist. Außerdem war es schon etwas besonderes, dass die Hauptcharaktere nur sehr sporadisch auftauchen. Außerdem bekommt man etwas über Stevens Lebenslauf mit. Wirklich ekelhaft ist der hohe Pfeifton, wenn die "Geisterwesen" auftauchen. Die Tauchszene mochte ich schon immer gerne. Ich kann mir den Tanz der Toten unter Wasser richtig gut vorstellen. Früher habe ich mich bei der Folge regelrecht gegruselt. Heute fehlt mir allerdings auch der Bezug zu den anderen Folgen. Der Hinweis, dass das Geräusch unter Wasser dem von Experiment Stille ähnelt, ist schon sehr schwach.

Puempel

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8

Mittwoch, 18. November 2015, 21:50

"Die Fänge des Windes" war und ist meine Lieblingsfolge der Serie. Der Anfang richtig stark, der völlige Bruch mit der bisherigen Serie, aber trotzdem passt es einfach wunderbar rein, totale Expeditionsatmosphäre, tolle Übernatürlichkeiten und ein cooles Setup mit dem von Italien besetzten Libyen.
Patrice finde ich richtig gut und Thomas Danneberg mag ich persönlich als Erzähler unheimlich gern. Genial, dass man dafür einen anderen Erzähler vorgesehen hat (vor allem mit dem Wechsel zum Diesseits).


Beim Lichtproblem geht es mir wie easy, ich stelle mir die Höhle bzw. das Meer wie bei Tageslicht vor. Beim Weg nach unten stelle ich mir Fackeln an der Wand vor. An dieser Stelle werden die Ankömmlinge ja auch "abgetastet" und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Da wird meiner Meinung nach auch gesagt, die Lichter gingen aus bzw. wieder an. Fazit: kein Plan, meine Fantasie biegt es aber schon irgendwie zurecht.
I put my hands in the air. And you were there. (c) Pharrell Williams, 2014

Schamane

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9

Mittwoch, 26. September 2018, 08:58

Die Folgen stehen wirklich außerhalb. Die Fänge des Windes mag ich sehr. Wüste liegt mir wohl mehr als Züge. :laugh:

Nebelsee war früher eine meiner Lieblingsfolgen. Vielleicht, weil man nicht so aufpassen muss? Aber jetzt, wo ich die Folgen noch mal am Stück höre, kommt es mir so vor, als würde hier nichts voran gehen. Trotzdem ist es immer noch ein gutes Hörspiel.
Wer nicht sehen will, muss hören! :-)

http://olis-weite-welt-des-wahns.blogspot.com



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